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Kent - Canterbury

Canterbury

Die schlechten Seiten zuerst:
Canterbury ist nicht nur ein ziemlich teures Pflaster, es ist auch voll von Touristen. Man hört mehr Französisch und Spanisch als Englisch.
Dafür gibt es am Ende der Fußgängerzone einen sehr guten Dönerimbiss. Die Engländer sagen zwar Kebap, aber die Inhaber verstehen auch “Döner” ...

Cathedral

Weit sichtbar erhebt sich die gotische Kathedrale, das Wahrzeichen Canterburys, über die Stadt.
In ihr ist der “Schwarze Prinz” begraben. Er lebte zur Zeit des hundertjährigen Krieges gegen Frankreich und war einst so beliebt wie später Prinzessin Diana.

Canterbury

Man betritt den Hof der Kathedrale durch das Gate House. Seine Türen sind über 600 Jahre alt und für sich schon eine Attraktion.
Im fünften Jahrhundert gründete Augustinus in Canterbury das erste Kloster Englands. Von hier aus betrieb er mit seinen Mitbrüdern die Christianisierung der Insel.
Zu dieser Zeit hatten die Römer gerade Britannien verlassen und die Angeln, Sachsen und Jüten wurden von Stammesfürsten ins Land gerufen.

Cathedral

Die Eingänge sind reich mit Steinfiguren verziert.
Sie zeigen sowohl Könige und Königinnen, als auch Bischöfe und Kirchenfürsten.
Ähnlich wie der Kölner Dom wird auch die Kathedrale niemals ganz fertig. Ständig wird irgendwo repariert und ausgebessert.
Die Kathedrale ist Sitz des Erzbischofs von Canterbury, des ersten Bischofs der anglikanischen Kirche, dessen Oberhaupt der britische Monarch ist.

Cathedral

Wer sich für Architektur und Baukunst interessiert, wird aus dem Staunen nicht mehr herauskommen. Die Steinmetze haben hier im Mittelalter ein Juwel der Gotik geschaffen.
Sowohl der Gesamteindruck als auch tausende von kleinen und kleinsten Details sind lassen den Atem stocken.

Cathedral

Das ist der Schrein des Heiligen Thomas.
Thomas Becket war einst Erzbischof von Canterbury und Berater des englischen Königs Heinrich II. Drei zu eifrige Ritter interpretierten 1170 einen Ausspruch des Königs falsch und ermordeten Becket auf den Stufen des Altars.
Becket wurde wenige Jahre später heilig gesprochen und Canterbury zur Pilgerstadt.
Geoffrey Chauncer schrieb seine “Canterbury Tales” im Jahr 1387. Sie erzählen die Geschichte einer Gruppe von Pilgern. Das Werk gehört zur Weltliteratur.

Cathedral

Das Kloster selbst wurde im 16. Jahrhundert von den Männern Heinrich VIII zerstört. Da Canterbury aber auch eine bedeutende Universitätsstadt war, blieben viele Gebäude um die Kathedrale herum unangetastet und fielen der Universität zu.

Cathedral

Noch heute werden viele Gebäude um die Kathedrale von der Universität genutzt.

Cathedral

Diese uralte Eiche steht im Vorhof der Kathedrale. Sie soll über 800 Jahre alt sein.
Im Vorhof stehen viele Sitzbänke, die zum Verweilen einladen.

Canterbury Castle

Die Altstadt wird im Süden von der mittelalterlichen Stadtmauer umgrenzt.
Sie schließt einen kleinen ein, der an der Ruine der Burg endet.

Canterbury

Canterbury ist durchzogen von kleinen Flüssen und Wasserwegen. Wer will, kann sich ein Boot mieten und seine Künste im Staacken oder Rudern ausprobieren.
Man kann sich aber auch einfach auf den Rasen setzen, die Sonne und den Ausblick genießen...

Canterbury

Hier haben wir einen der Wasserwege.
Von der Hauptstraße aus kann man den “Hexenstuhl” sehen. Frauen die verdächtigt wurden eine Hexe zu sein wurden auf diesen Stuhl gesetzt und in den Kanal getaucht. Schwamm die Frau über Wasser, war sie eine Hexe. Ging sie unter, war sie zwar keine Hexe - dafür aber tot ...

Canterbury

Hier ein uriger Pub aus dem 18. Jahrhundert. Das Bild wurde von der Stadtmauer aus aufgenommen.

Canterbury

Zahlreiche Häuser aus der Tudorzeit
(16. Jahrhundert) sind erhalten geblieben
und prägen das Bild der Altstadt.
Die Häuser werden als Geschäft, Pub,
aber auch normales Wohnhaus genutzt.

Canterbury

Hier noch eine Kuriosität.
Das King’s School House.
Man beachte, wie schräg das Untergeschoss, die Fenster und Türen ein gebaut wurden ...

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